Mittwoch, 27. September 2017

[Rezension] Schwanenfeuer - Der Fluch der sechs Prinzessinnen


Cover 



 Titel: Schwanenfeuer - Der Fluch der sechs Prinzessinnen
 Autor/in: Regina Meißner
 Verlag: Sternensand
 Seitenzahl: 354
  Preis Tb: 12,95 € (D)
 ISBN: 978-3-906829-45-6
  Preis eBook: 6,99 € (D)
 ISBN eBook: 978-3-906829-44-9
 Bildquelle: http://www.sternensand-verlag.ch



"Am Tag ein Schwan, in der Nacht ein Mensch, gefangen an einem einsamen See mitten im Wald. Das ist das Schicksal der verwunschenen Prinzessin Estelle. Es erscheint ihr aussichtslos, den Fluch zu brechen. Der Sinn der rätselhaften Worte auf einem geheimnisvollen Pergament, das der einzige Schlüssel ist, bleibt ihr verborgen. Erst als der junge Jäger Ayden am Schwanensee auftaucht, erhält sie neue Hoffnung. Womöglich gelingt es mit seiner Hilfe, das Rätsel zu lösen und den Weg zu beschreiten, der Estelles Dasein als Schwanenprinzessin beenden könnte? Doch was wird dann aus ihren Schwestern, die ebenfalls von einem Fluch befallen zu sein scheinen?"
(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/schwanenfeuer-regina-meissner.html)
Seit sie verflucht wurde, lebt Estelle ein einsames Leben. Am Tag verbringt sie ihre Zeit als Schwan meist schlafend am Schwanensee. In der Nacht als Frau verkriecht sie sich in einer Höhle und versucht das Rätsel auf einem Pergament zu lösen, das den Fluch brechen könnte.

Doch auch nach Monaten ist sie der Lösung kein Stück näher gekommen. Da trifft sie auf den Jäger Ayden, der durch Zufall ihr Geheimnis aufdeckt.

Er ist der einzige Mensch, der fortan von dem Fluch weiß und damit ihre einzige Möglichkeit auf Rettung. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um Estelle zu erlösen. Doch ihre Reise ist gefährlich und die Schwanenprinzessin ist nicht die Einzige, deren Glück am Ende auf dem Spiel steht … .
Schon seit meiner Kindheit liebe ich Märchen und ich bin richtig glücklich, dass dieses Genre jetzt auch für Jugendliche und Erwachsene entdeckt wurde. Deshalb stehen Märchenadaptionen bei mir auch ganz weit oben, wenn es um neuen Lesestoff geht. Bei „Schwanenfeuer“ haben mich sowohl Klappentext, als auch Cover sofort in den Bann gezogen und ich musste es einfach lesen.

Etwas überrascht war ich, dass das erste Kapitel aus Aydens Sicht erzählt wird. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass die Geschichte aus Estelles Perspektive und vielleicht in Ich-Form geschrieben ist, doch umso mehr freute ich mich, dass die Kapitel abwechselnd erzählt werden. Dabei hat es mich auch nicht gestört, dass alles in der 3. Person geschrieben wurde, da man trotzdem die Gedanken und Gefühle der Protagonisten hautnah miterlebt. 

Überhaupt gelingt es der Autorin Regina Meißner sehr gut, dem Leser die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Charaktere näherzubringen. Ich spürte Estelles Verzweiflung, Aydens positive Einstellung gab mir Mut, die Wut ihrer Schwestern sprang auch auf mich über und die Hoffnungslosigkeit riss mich fast selbst zu Boden. Bis jetzt dachte ich ja immer, dass die Gefühle besser transportiert werden würden, wenn das Buch in der Ich-Perspektive erzählt wird. Doch Regina Meißner konnte mich in „Schwanenfeuer“ wirklich für die Personale Erzählperspektive begeistern.

Ihr Schreibstil passt auch wunderbar zum Genre Märchen, so dass ich ganz in die Welt der Prinzessinnen, Hexen und Flüche eintauchen konnte. Trotz allem ist die Sprache flüssig und nicht ganz so schwer wie die Originalmärchen der Gebrüder Grimm. Es gibt keine altertümlichen Worte oder Begriffe, die man nicht versteht, was ich wiederrum toll fand. Es ist einfach eine moderne Version eines Märchens und lässt sich deswegen locker und leicht lesen.

Auch die typischen Elemente, die zu diesem Genre gehören findet man in „Schwanenfeuer“. Sei es die böse Stiefmutter, die Aufgaben, die es zu lösen gibt, sprechende Frösche oder den mutigen Helden. Ich liebe diese typischen Märchenmerkmale und konnte gar nicht genug davon bekommen. Die Autorin hält hier auch einiges für ihre Leser bereit, wobei ich gestehen muss, dass nicht alles für mich zur eigentlichen Geschichte gepasst hat. Manches Mal hatte ich einfach das Gefühl, der rote Faden wäre verloren gegangen. Trotzdem findet die Autorin immer wieder den Weg zurück und konnte mich wieder richtig mitreißen. 

Das Ende hatte ich mir auch etwas anders gewünscht, was aber wohl eher daran liegt, dass es sich hier um den ersten Teil einer Tetralogie handelt und die Geschichte somit noch nicht wirklich abgeschlossen ist. Ich hatte mir natürlich ein richtiges Märchen-Happy-End gewünscht, auf das ich jedoch wahrscheinlich noch etwas warten muss. Oder vielleicht überrascht mich die Autorin am Ende ja nochmal so richtig 😉
Mit „Schwanenfeuer – Der Fluch der sechs Prinzessinnen“ ist der Autorin Regina Meißner ein richtig tolles Märchen gelungen. Sowohl der flüssige Schreibstil, als auch die personale Erzählperspektive konnten mich voll und ganz überzeugen. Auch die typischen Märchenelemente fand ich richtig klasse, hatte manchmal jedoch das Gefühl, dass der rote Faden zwischendrin etwas verloren ging. Das Ende konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen, so dass ich insgesamt einen halben Punkt Abzug gebe. 


Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

http://www.sternensand-verlag.ch


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GEWINNSPIEL 


Wie immer veranstaltet der Sternensand Verlag auch für dieses Buch wieder eine tolle Releaseparty auf Facebook 😍 Dort gibt es natürlich auch wieder etwas zu gewinnen.

Um ein weiteres Los dafür zu sammeln, beantwortet mir bitte folgende Frage als Kommentar:

"Stell Dir vor, Du bist tagsüber ein Schwan und nur nachts für ein paar wenige Stunden ein Mensch. Wie würdest Du diese Zeit nutzen, was würdest Du in der Zeit tun?" 

Die Teilnahmebedingungen findest Du *HIER*

Kommentare:

  1. Ich würde mit meiner familie zusammen sein wollen..

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  2. Danke für die tolle Rezi. Es macht immer wieder Lust Rezensionen zu lesen, die einen neugierig auf das Buch machen. Das ist dir hiermit gut gelungen.
    Nun zur Frage, puh, das ist nicht einfach.
    Ich würde versuchen jemanden zu finden, der mich von meinem Fluch befreien könnte. Und dabei mache ich mir gerade Gedanken, was passiert, wenn ich es nicht mehr rechtzeitig zurück zum See schaffe.

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  3. Jetzt fange ich nochmal an..
    Einfach die Zeit nutzen für das was andere tagsüber machen. Ausser arbeiten und schlafen.
    Michaela Rödiger-Sieg

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  4. Magdalena Pauzenberger27. September 2017 um 11:02

    Eine schöne Rezi!

    Ich würde in dieser Zeit wahrscheinlich versuchen, Kontakt zu meinen Liebsten aufzunehmen, um die Zeit mit ihnen verbringen zu können :)
    Lg Magdalena Pauzenberger

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  5. Ich würde natürlich meinen Mann, Freunde und Familie besuchen. Hakt all die Menschen, die mir am Herzen liegen. ❤

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  6. oh auch wieder eine tolle Rezension - wenn ich so wenig Zeit als Mensch hätte würde ich sie mit meinen Liebsten und mit Dingen verbringen die ich liebe: essen, lesen,neue Städte entdecken :-)

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  7. Hallo! Ich würde zu meiner Familie wollen und mich mit Ihnen unterhalten, wissen was sie so Gemacht und erlebt haben!

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  8. Hey liebe Moni,

    eine wirklich tolle Rezension, welche mich gleich mal weiterhin darin bestärkt dieses Buch dringend lesen zu müssen. :D

    Um deine Frage zu beantworten...ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass es ganz darauf ankommt. Wenn ich meine bessere Hälfte schon gefunden hätte, dann würde ich definitiv zu ihm gehen. Sollte das nicht der Fall sein, würde ich mich abends auf die Suche nach ihm machen. *g*

    Liebe Grüße, Ruby

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  9. Hallo :)

    Tolle Rezi :D

    Deine Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich denke ich würde mich an die Arbeit machen und versuchen meinen Bann irgendwie zu brechen. Aber ich würde die Zeit auch mit anderen Menschen verbringen wollen, wie meiner Familie oder so, die mir vielleicht sogar bei des Rätsels Lösung helfen :D

    Liebe Grüße
    Saskia

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  10. Danke für deine schöne Rezi. Macht noch neugieriger auf das Buch. 😃 oh je, schwierige Frage. Also wenn ich eine Familie hätte, dann würde ich sie besuchen, ansonsten würde ich Freunde besuchen oder alles mögliche machen, wozu ich tagsüber nicht in der Lage bin.

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  11. Tolle Rezi!! Was ich machen würde gute Frage... mich um sehen . Vll unter Leute gehen. Ich weiss noch nicht so genau... Vll einfach Leute beobachten

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  12. Hallo,

    ganz klar, ich würde zu meiner Familie gehen. Sie umarmen, als Schwan ist das ja recht schwierig ;-), mit ihnen reden und einfach das zusammensein genießen.

    Liebe Grüße
    Anna

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  13. Guten Abend,

    Vielen Dank für die tolle Rezension und das schöne Gewinnspiel. ich gebe zu , ich würde die ersten Tage wahrscheinlich in Selbstmitleid versinken ;)aber dann würde ich wahrscheinlich im Mondlicht träumen, spaziergänge machen, lesen und meine Familie treffen wollen..

    LG Samantha
    samantha_s@gmx.de

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  14. Ich würde die Zeit auf jeden Fall mit meinen Lieben verbringen, viele Gespräche führen, tanzen und singen, denn als Schwan hätte ich nicht die Gelegenheit zu solchen Dingen.

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  15. Ich würde vermutlich all das machen, was sich tagsüber als Schwan schlecht machen lässt. Also singen, Serien schauen, lesen (naja, vielleicht sind die Augen von Schwänen auch gar nicht so schlecht, ich weiß es nicht...).

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