Donnerstag, 6. Juli 2017

[Autorenratsch + Gewinnspiel] Anke Unger





Dieses Mal gibt es einen besonderen Autorenratsch, denn am Ende wartet ein ganz tolles Gewinnspiel auf Euch :)

Mein heutiger Gast ist

1. Beschreibe Dich mit nur 3 Wörtern ... 

... verträumt, familienorientiert, zappelig


2. Wie würde Dich deine Protagonistin Areshva aus „Göttin der Dunkelheit“ beschreiben ? Was würde sie wohl über Dich erzählen?

1.       Anke ist ein bisschen wie meine Freundin Maari. Lieb, weltfremd und  zurückhaltend. Sie stellt sich die Welt wie ein Märchenreich vor, das sie mit ihren Ideen ausschmücken kann. Auf meine Mission würde ich sie nicht mitnehmen, weil sie dafür nicht mutig genug ist.



3. Welche geheime (oder nicht so geheime) Superkraft braucht man als Autor?
  
€      Leidenschaft, Disziplin, einen starken Willen



4. Du bist der Schurke / Bösewicht aus einem Buch / Film / einer Serie. Wer bist Du und wieso?



            Kathy Bates aus „Misery“ von Stephen King – die Leserin, die einem Autor mit dem Hammer die Füsse zertrümmert, weil er ihren Lieblingscharakter sterben lassen will :) – Ich finde es toll, wenn es in einem Buch um die wirklich relevanten Dinge im Leben geht! :)


5. Du lebst in einer Welt, in der das Schreiben von Büchern verboten ist. Was machst Du mit all Deinen kreativen Ideen?



Ich schreibe sie auf Klopapier oder in Kladden, die ich verstecke. Und ich würde mit anderen Schreibern einen geheimen Club gründen, in dem wir unsere Schriften austauschen. Selbst, wenn Strafe darauf stünde, würde ich es nicht aushalten, nicht mehr zu schreiben. Die Geschichten stattdessen zu erzählen, das würde überhaupt nicht funktionieren. Das würde mich blockieren und einschüchtern.
6. Wir springen ins Jahr 2027. Wie sieht Dein Leben als Autor jetzt aus? Was ist alles passiert? Was würdest Du Dir für die Zukunft wünschen?


Hach, darf ich frei wünschen? Ziel Nummer 1: Dass ich Leser für mein erstes Buch finde und sie hoffentlich auch begeistern kann. Ziel Nummer 2: Dass der Verlag auch meine anderen Manuskripte haben will (da stapeln sich schon einige) und dass sie auch gut ankommen, Ziel Nummer 3: Mein absoluter Traum wäre, wenn ich meinen Brotjob kündigen und alleine vom Schreiben leben könnte! Also es müsste gar kein so hohes Einkommen sein, nur dass ich damit rumkomme *träum * endlich mal Zeit haben zu schreiben, nicht immer Nachtschichten deswegen schieben müssen! Ziel Nummer 4: Neue, noch tollere Bücher schreiben, Nummer 5 (jetzt hebe ich so langsam ab): Eigentlich finde ich, meine Geschichten könnte man sehr gut verfilmen, ich stelle sie mir jedenfalls immer als Film vor… Aber das ist nicht mein ultimatives Ziel. Ich wäre einfach superglücklich, wenn ich mehr Zeit hätte zum Schreiben und noch einen ganzen Reigen spannender Bücher veröffentlichen dürfte. Und wenn ich dann noch ein paar richtig nette Kontakte zu anderen Autoren, zu Bloggern und zu Lesern hätte, fände ich das noch schöner.

7. Wem würdest Du von Deinen Büchern abraten und wieso?



Warum sollte ich wohl jemandem abraten wollen? Ihr dürft meine Bücher alle sehr gerne lesen! Okay, vielleicht könnten sich gläubige Menschen, die an die Lehren einer der gängigen Religionen glauben, über meine Götterdarstellungen ärgern. Dabei habe ich mich ja bei meiner Arbeit bei einem Nonnenorden inspirieren lassen. Ich mochte die freundlichen Ordensschwestern sehr und hatte keinesfalls die Absicht, mich über Vorstellungen lustig zu machen, die ihnen heilig sind. Ich bin damit allerdings sehr frei umgegangen und ein sehr frommer Mensch würde mich möglicherweise sofort exkommunizieren.

8. Einer Deiner Protagonisten kommt Dich besuchen. Wer ist es und wie sieht euer Tag aus?


Oh, dann treffe ich mich gerne mit Silvrin. Er ist ein ausgesprochen höflicher und angenehmer Mensch und da er immer etwas Unerwartetes sagt, wäre es sicherlich eine Freude, sich einmal länger mit ihm zu unterhalten.


9. Du bekommst den Oscar für eines Deiner Werke? Welches wäre es und in welcher Kategorie? (z.B. authentischste Protagonisten, faszinerendster Weltenentwurf, bildhaftester Schreibstil usw. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.)

Eines Tages will ich eine Parodie auf ein Märchen oder eine sehr verdrehte Dark-Fantasy-Komödie schreiben. Ich habe dazu schon Experimente gemacht und habe es im Gefühl, dass so etwas extrem gut werden könnte, falls ich es so hinbekomme, wie ich mir wünsche. Ich liebe Szenen, in der eine Person überhaupt nicht begreift, was läuft, und in vollem Ernst auf einer ganz verkehrten Ebene denkt und handelt. Ob man für solche Späße einen Oscar bekommen kann? Sonst würde ich auch einen für die spannendste Love Story in einer Dark Fantasy Geschichte gerne entgegennehmen …  

10. Wir bleiben bei der Oscarverleihung: Du hast 5 Sätze, in denen Du Deinen Lesern danken kannst. Schieß los ... .



Liebe Leser! Ich bin dankbar, dass Ihr mich bis hierhin begleitet habt. Denn ich schreibe nicht nur für mich. Ich wünsche mir Leser und möchte gerne meine Phantasien mit ihnen teilen. Es ist ein großer Unterschied, ob man nur für sich allein schreibt oder für ein Publikum. Das setzt einen größeren Druck und zwingt einen, die Latte höher zu legen und erst dann werden die Geschichten richtig gut. Deswegen helft ihr mir, liebe Leser, durch eure Erwartungen das Beste aus meinen Geschichten herauszuholen und das beflügelt mich. Liebe Leser, ich freue mich über jeden einzelnen von Euch, der meine Geschichten mag – denn sie wären nichts ohne Eure Begeisterung!

11. Deine Bücher kommen im Fernsehen in der Werbung? Wie sieht der Werbeslogan au
 
      "Götter, Magie und Leidenschaft - Entdecke eine neue Welt.“


12. Horrorszenario: Wir leben in einer Welt, in der alle Bücher verbrannt werden, außer man kann einen guten Grund vorbringen, wieso sie erhalten bleiben sollen. Wie sieht Dein Plädoyer für Deine Werke aus? (Und bitte keine falsche Bescheidenheit! Jetzt kannst Du mal so richtig von Deinen Werken schwärmen 😁)



In meinen Büchern werden die Protagonisten vor Aufgaben gestellt, die unlösbar zu sein scheinen. Sie haben überwältigende Probleme und stehen vor existentiellen Gefahren. Aber sie geben nicht auf und sie finden eine Lösung. Daher helfen meine Bücher hoffentlich dabei, das Selbstbewusstsein zu stärken und nicht aufzugeben, wenn man selbst in eine problematische Lage gerät. Mein zweites Thema ist die Identität: Herauszufinden, wer ich bin, wie viel ich kann und was ich im Leben erreichen will. Das ist ein wichtiges Thema, das viele junge Erwachsene beschäftigt, die in meinen Büchern hoffentlich Perspektiven finden, die Mut machen. Mein drittes Thema ist die Liebe. Muss ich etwas dazu sagen? Ich glaube, dass die Suche nach dem richtigen Lebenspartner, Romantik und der dazugehörige Nervenkitzel auch heute noch für die meisten jungen Mensch enorme Bedeutung hat und dass es ihnen hilft, mit meinen Protagonisten mit zu leiden, zu fiebern und zu kämpfen.

13. Du musst gemeinsam mit einer Kollegin / einem Kollegen ein Buch schreiben. Wer wäre das und worum würde es in dem Buch gehen?


So ein Experiment habe ich schon einmal gemacht (Thema: Chicklit – ein Briefroman über den Alltag einer Hausfrau mit Kleinkindern), und es war super, hat mich enorm beflügelt. Wir haben uns gegenseitig eingeheizt. Wenn ich das noch einmal machen müsste, dann wäre mein Thema ganz klar Dark Fantasy Romance und wenn ich eine Partnerin frei wählen könnte, mit der ich vielleicht eine gemeinsame Ebene finden könnte, dann fällt mir so spontan Veronika Rothe ein, deren sarkastischen Stil ich toll finde und auch selber gerne mal etwas in der Richtung ausprobieren würde, oder auch Karin Kratt, deren Protagonistin Ceymir richtig gut gefallen hat (sie ähnelt ein wenig meiner Areshva) und mit der ich mir einen spannenden Abenteuerroman vorstellen könnte. Okay, jetzt fange ich gleich an zu schwitzen, weil es schon ein komisches Gefühl ist zu fantasieren, wie man mit anderen Autoren zusammenarbeitet, die davon gar nichts wissen und das vermutlich befremdlich finden werden, wenn es von einer Debütantin wie mir kommt, die noch gar nichts erreicht hat. Aber wenn sie sich wundern, werde ich alles auf Dich schieben, liebe Monika! :)

14. Welche Frage würdest DU selbst einem Autor stellen? Und wie sieht Deine eigene Antwort dazu aus?


Was bedeutet Schreiben für dich? 

 Meine Antwort: Schreiben ist ein zweites Leben – in dem ich selbst bestimmen kann, was geschieht!


Liebe Anke, dankeschön für Deine interessanten Antworten. Ich habe mich sehr gefreut, dass Du mir meine etwas anderen Fragen beantwortet hast und ich Dich und Deine Geschichten dadurch besser kennenlernen durfte. Natürlich wünsche ich Dir von Herzen, dass Dein Debütroman ganz viele Leser findet und Du bald eine richtige Fangemeinde aufgebaut hast.

Wenn Ihr jetzt noch mehr über Anke Unger und ihre Bücher wissen wollt, bekommt ihr hier mehr Infos: 

Facebookseite: https://www.facebook.com/DieChronikenderGoetter/

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Gewinnspiel


Dieses Mal gibt es auch ein Gewinnspiel passend zu Ankes Büchern.

Platz 1:
- ein Foto mit dem Cover von Band 1 und Band 2
- eine Postkarte passend zu Band 1
- ein Schmucklesezeichen


Platz 2 + 3:
- eine Postkarte passend zu Band 1
- ein Schmucklesezeichen 

Was ihr dafür tun müsst:
Jetzt seid ihr dran: Stellt Anke eine Frage, die sie anschließend als Kommentar beantworten wird :)

Teilnahmebedinungen:

- Ihr seid 18 Jahre alt oder habt das Einverständnis eurer Eltern zur Teilnahme.
- Ihr seid damit einverstanden, dass euer Name im Gewinnfall hier veröffentlicht wird und sendet mir im Anschluss eure Anschrift via E-mail.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
- Ich übernehme keine Haftung für auf dem Postweg verloren gegangene Sendungen.
- Das Gewinnspiel läuft bis zum 14.07.16 um 23.59 Uhr, danach wird per Zufallsgenerator ausgelost und die Gewinner hier auf dem Blog bekannt gegeben.

Viel Glück :)

Vielen Dank an die liebe Anke für die Bereitstellung der tollen Gewinne.

Kommentare:

  1. Liebe Monika, klasse Fragen, mal etwas ganz anderes. Richtig schön ��
    Liebe Anke, tolle Antworten, sehr interessant zu lesen. Auf diesen Parodie wäre ich sehr gespannt. Ich liebe auch solche Experimente im Schreiben ��.
    Viele liebe Grüße
    Ewa

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  2. Danke liebe Ewa! :) Ich mag übrigens auch sehr gern deine Rubrik mit den Donnerstagsfragen, obwohl ich mich da nicht immer zu Wort melde. Ich finde es aber eine super Idee und hoffe, du bleibst am Ball. :)

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  3. Hallo Monika, hallo Anke,

    ein echt tolles Interview :) Hat richtig Spaß gemacht.

    Mich würde ja interessieren, wie Du, Anke, auf die Idee gekommen bist, ein Buch zu schreiben bzw. zu veröffentlichen.

    Liebe Grüße,
    Anna-Sophia

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    1. Liebe Anna-Sophia, ich hatte als Kind eine Fantasiefreundin und habe mir nachts (wenn ich Angst hatte vor "Gespenstern") immer Geschichten mit ihr ausgedacht. Meistens habe ich einfach Szenen nachgespielt, die ich im Fernsehen gesehen hatte. Die Szenen habe ich dann aufgepeppt und so geändert, dass meine Fantasiefreundin die Hauptrolle hatte und es alles viel cooler ablief als im Film. Manchmal habe ich mir über mehrere Wochen hinweg Fortsetzungen ausgedacht, wenn mir ein Thema besonders gefallen hat. Irgendwann hatte ich haufenweise Szenen im Kopf und dachte: daraus könntest du eigentlich mal einen richtigen Roman machen.
      Ich habe zu dem Thema Auch schon mal etwas bei Facebook gepostet, schau doch mal rein:
      https://www.facebook.com/events/1926996930903494/permalink/1941766166093237/

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  4. Hallo ihr beiden,

    meine Frage: Was kommt als nächstes? Hast Du schon Ideen für Dein nächstes Buch?

    LG
    Maria

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    1. Liebe Maria,
      Band 2 zu "Göttin der Dunkelheit" hat den Titel "Der magische Blick" und erscheint am 28.7. Ich werde in der Releasewoche auf Facebook eine tolle Flashmobparty zu dem Buch feiern und dazu bist du natürlich herzlich eingeladen!
      Natürlich habe ich auch schon weitere Projekte in Arbeit. Momentan schreibe ich an einer Geschichte mit einer Zauberin ohne Kräfte, die ihre Schwäche durch Witz und Selbstironie zu kaschieren versucht und die im Laufe der Handlung von einer mächtigen Supermagierin so behext wird, dass ihr ganzes Leben und ihre Liebe bedroht sind. Ihr Problem: Wie entkomme ich als kleine Hexe den Klauen einer Hyperzauberin? Es macht wahnsinnig Spass daran zu schreiben.

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  5. Liebe Moni 💖
    Ein tolles Interview! :)
    Ich würde Anke Unger fragen, ob ihr einer ihrer Charaktere besonders ans Herz gewachsen ist und weshalb. :)

    Liebste Grüße,
    Nenya

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    1. Liebe Nenya,
      oh ja, sogar mehrere. Am Anfang war ich absolut auf Areshva fixiert und habe es einerseits genossen, dass sie so starke Zauberkräfte hat - andererseits hat es mir auch so richtig sadistische Freude gemacht, ihr Steine in den Weg zu legen und auch wirklich alles zu vermasseln, was ihr wichtig war. Gleichzeitig habe ich enorm mit ihr mitglitten. Auch das war auf gewisse Weise schaurig schön, ungefähr wie man sich ja auch manchmal mit Genuss melancholische Musik anhört.
      Areshva war lange meine unangefochtene Favoritin. Mittlerweile bin ich aber auch sehr in Silvrin verschossen. Je mehr ich über ihn geschrieben habe, desto mehr ist er mir ans Herz gewachsen. Mir haben Auch schon viele Leser geschrieben, dass sie ihn besonders mögen, weil er so geradlinig ist. Dass er von ganz unten kommt, auf seinem Weg viel einstecken muss und trotzdem nicht von seiner geraden Linie abweicht, das mag ich einfach!

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  6. Liebe Monika,

    ein wirklich interessantes Interview mit tollen Fragen. Mir würde beim Lesen nicht langweilig. 😁

    Eine Frage an die liebe Anke?

    Woher nimmst du deine Ideen für deine fantasievolle Welt und die Geschichten in ihr? Oder was inspiriert dich dazu?

    Ganz liebe Grüße und eine schöne Woche,

    Jennifer

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  7. Liebe Jenny, eine interessante Frage. Ich stelle es mir sehr romantisch vor, in einer Naturwelt zu leben. Es macht mir irrsinnig Spaß, mir Orte und Personen nach meinem Geschmack auszudenken und sie auch noch so zu gestalten, wie es mir gerade gefällt. Meine Ideen sind also eigentlich Wünsche. Das ist auch meine Inspiration: Ich erfülle meine Wünsche oder versuche, ihnen so nah wie möglich zu kommen. Sobald man daraus allerdings eine Geschichte machen will, muss man auf einmal auch noch handwerkliche Aspekte berücksichtigen, man braucht eine Struktur und einen Handlungsplan. Früher hatte ich oft das Gefühl, dass mir auf halbem Weg plötzlich die Ideen ausgehen und habe mich dann händeringend gefragt, "wann mich endlich die Muse küsst"? Aber die Inspiration fällt nicht vom Himmel. Manchmal ist es sehr anstrengend, wenn man zwei Handlungsstränge verknüpfen muss und die Verbindung nicht findet. Da küsst dann auch keine Muse, sondern man muss sich richtig das Gehirn auswringen, bis es endlich klickt. Dafür kommt es andererseits auch vor, dass eine Geschichte plötzlich so richtig fluppt und dann kommt man in einen totalen Rausch und es fühlt sich an, als ob man gerade die tollste Story des Jahrhunderts produziert, dann verändern sich auch die Sätze, sie werden ausdrucksvoller und schöner, das ist das tollste Gefühl, das man haben kann. Es kann inzwischen auch sein, dass ich auch deshalb so gerne und so viel schreibe, weil ich hoffe, möglichst bald wieder in diesen Zustand zu kommen. :) Auch dir noch eine schöne Woche!
    Liebe Grüße,
    Anke

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